Praevention

Impfschutz fuer Erwachsene auffrischen

Warum Auffrischimpfungen, Reisechecks und digitale Impfpaesse Ihren Schutz aktuell halten.

Veröffentlicht: 17.01.2025 3 Min. Lesezeit Redaktion nrw-notdienst.de Impfung, Erwachsene, Reisen

Impfungen sind Lebenslangthema

Viele Impfungen werden in der Kindheit begonnen, doch der Schutz laesst mit der Zeit nach. Erwachsene geraten leicht in eine Luecke, wenn sie Auffrischungen vergessen. Dabei bewahren Impfungen nicht nur die eigene Gesundheit, sondern schuetzen auch Menschen mit geschwaechtem Immunsystem. Die Staendige Impfkommission (STIKO) in Deutschland aktualisiert regelmaessig Empfehlungen, die als Orientierung dienen.

Basisimpfungen betreffen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten und Polio. Hinzu kommen saisonale Impfungen wie Influenza sowie Indikationen wie Pneumokokken ab 60 Jahren. Wer beruflich oder privat Gefahr laeuft, vermehrt Kontakte zu Infektionsquellen zu haben, erhaelt individuelle Empfehlungen, etwa fuer Masern- oder Hepatitis-Impfungen.

Impfpass-Check einmal jaehrlich

Nehmen Sie sich jedes Jahr einen festen Termin, um Ihren Impfpass zu kontrollieren. Hausarztpraxen bieten Impfberatung an und pruefen, welche Auffrischungen faellig sind. Praktisch ist es, die Ueberpruefung mit dem jaehrlichen Gesundheits-Check-up zu kombinieren.

  • Tetanus/Diphtherie/Keuchhusten alle zehn Jahre (einmal im Erwachsenenalter mit Pertussis-Komponente).
  • Masernschutz fuer nach 1970 Geborene, wenn unklar.
  • Influenza jaehrlich im Herbst, COVID-19 nach aktueller Empfehlung.

Reisen und besondere Situationen

Vor Reisen informieren Auswaertiges Amt und Tropeninstitute ueber Pflichten und Empfehlungen. Gelbfieber, Typhus oder Tollwut koennen je nach Destination noetig sein. Planen Sie mindestens sechs Wochen Vorlauf ein, damit mehrere Dosen gegebenenfalls rechtzeitig wirken. Bei Schwangerschaft, chronischen Erkrankungen oder Immunsuppression ist eine individuelle Abstimmung mit Fachleuten Pflicht.

Auch Lebensereignisse wie Pflege eines Neugeborenen, beruflicher Wechsel in Gesundheitsberufe oder Aufenthalt in Gemeinschaftseinrichtungen machen Impfanpassungen noetig. Dokumentieren Sie Beratungen und Termine, damit der Ueberblick bleibt.

Digitale Helfer nutzen

Digitale Impfpaesse oder Apps erinnern an Auffrischungen und speichern Nachweise. In Deutschland kann der analoge Impfpass via QR-Code in Apps wie "CovPass" uebertragen werden. Bewahren Sie dennoch das Original sicher auf, da er rechtlich gueltig bleibt. Viele Krankenkassen bieten Erinnerungsservices per E-Mail oder SMS.

Wer sich unsicher fuehlt, erstellt eine Tabelle mit Datum, Impfstoff und naechster Faelligkeit. Legen Sie sie in die Hausarztmappe oder haengen Sie sie an das Familienboard. So behalten auch Angehoerige den Ueberblick.

Impfberatung in der Apotheke

Zahlreiche Apotheken bieten niederschwellige Impfchecks an. Sie pruefen den Impfpass, klaeren ueber Empfehlungen auf und koennen teilweise selbst impfen (z. B. gegen Grippe). Das spart Zeit und motiviert, dran zu bleiben.

Nach der Impfung

Leichte Reaktionen wie muede Arme, Roëtung oder Fieber sind normal und zeigen, dass das Immunsystem arbeitet. Kühlen Sie die Einstichstelle, trinken Sie ausreichend und geben Sie sich Ruhe. Sollten starke Schmerzen, Atemprobleme oder allergische Symptome auftreten, suchen Sie sofort aerztliche Hilfe.

Langfristig zahlt sich regelmaessiger Impfschutz aus: weniger schwere Erkrankungen, kuerzere Ausfallzeiten, mehr Sicherheit im Alltag. Halten Sie Ihren Impfpass stets aktuell – fuer sich selbst und die Menschen um Sie herum.

Einordnung für den Alltag

Dieser Beitrag ersetzt keine persönliche Beratung in Arztpraxis oder Apotheke. Er soll helfen, Beschwerden besser einzuordnen, sinnvolle Fragen vorzubereiten und Warnzeichen früh zu erkennen. Wenn Symptome stark sind, länger anhalten, wiederkehren oder Kinder, Schwangere, ältere Menschen beziehungsweise chronisch Erkrankte betroffen sind, sollte medizinischer Rat eingeholt werden.

Für dringende Arzneimittel außerhalb der regulären Öffnungszeiten finden Sie über nrw-notdienst.de die aktuelle Notdienst-Apotheke in Nordrhein-Westfalen. Prüfen Sie vor dem Losfahren Adresse, Dienstzeit und Telefonnummer, da sich lokale Dienste kurzfristig ändern können.

Bewahren Sie wichtige Informationen wie aktuelle Medikamente, Dosierungen, Allergien, Vorerkrankungen und Telefonnummern behandelnder Praxen griffbereit auf. Gerade bei wiederkehrenden Beschwerden hilft eine kurze Notiz zu Beginn, Dauer, Auslösern und bisherigen Maßnahmen, damit Fachpersonal die Situation schneller einschätzen kann.

Bei rezeptfreien Arzneimitteln lohnt sich eine kurze Rückfrage zu Wechselwirkungen, Einnahmezeitpunkt und maximaler Anwendungsdauer. Das gilt besonders, wenn mehrere Präparate kombiniert werden, wenn bereits Dauermedikamente eingenommen werden oder wenn Beschwerden trotz Selbstbehandlung nicht zeitnah besser werden.

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